Kaskaden der Erkenntnis
Februar 2012
Heute Morgen saß ich wieder vor der Bildgestalten, Radha Mohan, und meditierte. Auch heute Morgen war es wieder eine sehr ergreifende Erfahrung, ich weinte und fühlte sehr viel Liebe und Energie. Wie gestern schon merkte ich, dass es mehr darum geht, dass sie mich sehen als dass ich sie sehe. Ich schloss die Augen und fühlte und spürte die Energie, die von diesen „Figuren“ ausging. Es ist wirklich fühlbar und spürbar. Wir kennen das ja in der Eso-Szene. Es gibt alle möglichen energetischen Geräte oder Energetisierer, Platten aus Metall oder anderen Materialien, teilweise sehr fantasievoll geformt, um goldene Schnitte oder Heilige Geometrie zur Anwendung zu bringen, die dann für teures Geld, bis zu 1000 €, verkauft werden.

Wenn ich mich allerdings hier vor diesem „Metallfiguren“ befinde, da kann ich wirklich eine Kraft spüren. Das dringt durch den ganzen Körper, wärmt mich und energetisiert mich. Natürlich sind das keine Metallfiguren. Diese Bildgestalten wurden in einer hoch spirituellen Zeremonie installiert und initialisiert. Es wurden viele Mantren gesprochen, Gebete, heiliges Wasser aus der Ganges und der Yamuna herbeigeschafft, die fünf Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther) herbeigerufen und die Halbgötter und Götter eingeladen. Diese Bildgestalten sind Radha und Krishna selbst. Außerdem werden sie seit 80 Jahren täglich verehrt und mit Aufmerksamkeit bedacht.

Nachdem ich so circa 10 min vor dem Altar gesessen hatte, wurde der Vorhang zugezogen. Tatsächlich veränderte sich die Energie. Ich überlegte: der Altar mit dem Bildgestalten ist immer noch da, ich bin auch da, was ist also der Unterschied? Sollte dieser Vorhang so viel ausmachen? Ein dünnes Stück Stoff kann ja wohl kaum diese starke Energie verändern. Das Problem ist allerdings nicht die Materie, sondern die geistige Absicht. Im Universum des Bewusstseins reicht die Spitze einer Stecknadel, um eine andere Realität zu erzeugen. Es reicht sogar ein einziges Quantenereignis. Der Vorhang bewirkte, dass die Verbindung mit Radha-Mohan etwas schwächer wurde. Nach wenigen Minuten wurde der Vorhang wieder aufgezogen und die energetische Verbindung war spürbar stärker, sie war wieder so wie vorher.

Das zeigt mir, dass wirklich jede Handlung und auch jede „Materie“ Teil der spirituellen Realität sind. Jedes Detail ist entscheidend. In Wirklichkeit gibt es keine Materie in diesen negativen Sinne, als etwas Wertloses oder dergleichen. Es ist nicht egal ob ein Vorhang zwischen mir und Radha-Mohan ist oder nicht. Dies ist in der gleichen Weise nicht egal, wie die Frage, ob ich mich mit meinem Körper vor den Bildgestalten befinde oder woanders (die ich im Indien-Blog 01 besprochen habe). Das soll jetzt nicht heißen, dass der Vorhang schlecht ist, oder etwas anderes gut. Es geht nicht um gut-schlecht. Es sind unterschiedliche Qualitäten. Man spricht hier gewöhnlich von „Energie“, wie ich es oben auch gemacht habe. Man sagt dann, etwas hat eine besondere Energie, oder eine andere Energie. Genau genommen handelt es sich aber um Qualitäten und Informationen, die unterschiedlich sind. Das Informationsfeld ist der Bereich, in dem die materiellen Wirkungen gesteuert werden. Die spirituellen Traditionen nennen dies Bewusstsein oder spirituelles Selbst.

All dies kann ich verwirklichen, indem ich einfach vor diesem Bildgestalten stehe. Ist das nicht wundervoll? Dies ist für mich ein Beweis, dass eben auch diese Bildgestalten nicht einfach nur Materie in diesem minderwertigen Sinne sind, sondern wirksame spirituelle Qualitäten. Indem ich mich in diese Realität einklinke, enthüllt sich mir die ganze Wirklichkeit, alle Kaskaden der Erkenntnis, vom höchsten Spirituellen bis zu einem gewöhnlichen Stück Stoff.
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