Willkommen!

  • Die zwölf Versprechen von AA

    1.Wir werden eine neue Freiheit und ein neues Glück kennenlernen.        2.Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen, noch die Tür hinter ihr zuschlagen.  3.Wir werden verstehen, was das Wort Gelassenheit bedeutet…         4….und erfahren, was Frieden ist.
    5.Wie tief wir auch gesunken waren, wir werden merken, dass andere aus unseren Erfahrungen Nutzen ziehen können.
    6.Das Gefühl der Nutzlosigkeit und des Selbstmitleids wird verschwinden.     7.Unsere Ich-Bezogenheit wird in den Hintergrund treten, das Interesse an unseren Mitmenschen wird wachsen.
    8.Unser Egoismus wird dahinschmelzen.
    9.Unsere Einstellung zum Leben und unsere Erwartungen werden sich ändern.     10.Angst vor den Menschen und vor wirtschaftlicher Ungewißheit werden schwinden.
    11.Ohne lange nachzudenken werden wir jetzt mit Situationen fertig, die uns früher umgeworfen haben.
    12.Plötzlich wird uns bewusst, dass Gott für uns das erledigt, wozu wir allein nicht in der Lage sind.

    Quelle:

    viaAA.

  • Karma Konsum Konferenz 2011 – Workshop von Ronald Engert

    Workshop von Ronald Engert

    „Was kann Spiritualität zur Lösung sozialer Probleme beitragen?“

    Adressaten:
    Der Workshop richtet sich an politisch und spirituell Interessierte.

    Ziel:
    Es geht darum, den alten Widerspruch zwischen (linker) Politik und Spiritualität (Religion, Psychologie) anzuschauen und Wege zur Synthese zu finden. Es hat sich gezeigt, dass linke politisch-materialistische Ansätze bis hin zum dialektischen Materialismus die sozialen und individuellen Probleme der Menschheit nicht lösen konnten. Zunehmend integrieren deshalb auch linke politisch denkende Menschen individualpsychologische und spirituelle Aspekte des Seins. Andererseits wird Spiritualität auf breiter Front von der herkömmlichen Linken immer noch abgelehnt.
    Spiritualität stellt jedoch das noch fehlende Bindeglied zum vollständigen Verständnis des menschlichen Seins, der Motive, Bedürfnisse und Entscheidungen des Menschen als Individuum wie auch im Kollektiv dar. Bindung und Beziehung ist beispielsweise ein entscheidendes Bedürfnis, was durch die Ausbeutungsmechanismen des Kapitals verhindert wird, aber auch im Ego des Einzelnen und im eigenützigen ausbeuterischen Bestreben des Einzelnen verankert ist. Spirituelle Entwicklung wirkt demnach auch den Ausbeutungsstrukturen entgegen.

    Arbeitsweise:
    Ein Impulsreferat des Workshopleiters soll zu einer open space-Diskussion einladen.

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    5. KarmaKonsum Konferenz am 9. und 10. Juni in Frankfurt:
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  • Was ist dran am Heilpflanzenverbot?

    Liebe Tattva Viveka-LeserInnen,

    vor einer Woche habe ich die Meldung zum Heilpflanzenverbot verschickt. Daraufhin erreichten mich einige Mails, die die Meldung als Falschmeldung (Hoax) deklarierten.
    Wiederum andere Empfänger des Newsletters schickten mir zusätzliche Informationen zu dem Heilpflanzenverbot, die davon ausgehen, dass es sich hier sehr wohl um einen Angriff auf die freie Verwendung von Naturheilmittel handelt.
    Da ich gerade in der Endphase der neuen Tattva-Ausgabe bin, die am Montag in Druck geht, habe ich keine Zeit, das in der Tiefe zu recherchieren. Ich würde mich deshalb freuen, wenn zahlreiche Menschen hier zu dem Blog Kommentare posten würden. So können wir vielleicht gemeinsam herausarbeiten, was denn nun an der Sache dran ist.

    Hier die Links zum Thema, die mich seither erreichten:

    pro:

    http://www.fachportal-gesundheit.de/index.php?content=news

    Aus den Yahoo-Nachrichten vom 29.4.2011:

    Auch im Pharmaziebereich treten ab dem 1. Mai zwei Neuerungen in Kraft. Die erste Änderung betrifft alternative Heilmittel: Ab Montag gilt eine neue EU-Richtlinie, die die Verwendung von Heilpflanzen und zugehöriger Arzneien einschränken soll. Denn von nun an werden Zubereitungen aus Pflanzen und Kräutern als medizinische Produkte definiert, nicht mehr als Naturheilmittel. Die Konsequenz ist, dass diese Produkte eine medizinische Zulassung benötigen – die teuer und zeitaufwändig ist. Den Anbietern von alternativen Heilmitteln fehlen jedoch die dafür notwendigen finanziellen Mittel, über die große Pharma-Unternehmen verfügen. Eine Folge könnte sein, dass demnächst einige Produkte vom Markt verschwinden. In Deutschland stößt diese Entscheidung teilweise auf großen Widerspruch: Bereits 120.000 Bürger haben nach Informationen des „Wochenblatts“ eine Petition an das Europaparlament unterschrieben, indem sie den Stopp der Richtlinie fordern. Dass einige Mittel wie Eukalyptusöl, Baldrianextrakt und Artischockenblätter ab kommenden Montag für den Verkauf außerhalb der Apotheke freigegeben sind, dürfte den Protestierenden nur ein schwacher Trost sein.

    http://de.news.yahoo.com/34/20110429/twl-das-aendert-sich-am-1-mai-6ae0455.html

    contra:

    http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2010/11/12/naturheilkunde-irrefuhrende-petition-gegen-angebliches-heilpflanzen-verbot.html

    http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/thmpd.shtml

    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2011/04/falschverstandener-aktionismus-erneute.html

    Hier ist noch eine offizielle Stellungnahme des Heilpraktikerfachverbands:
    http://www.heilpraktiker.org/ftp_pdf/meldungen_3_11_10/PANIKMACHEGILTNICHT.pdf

    Hier einige Kommentare:

    So wie es sich darstellt ist die Petition zum momentanen Zeitpunkt wohl eher unsinnig – denn das Kind ist schon längst in den Brunnen gefallen. Allerdings sehe ich die Direktive von 2004/2005 nicht ganz so harmlos, wie sie bei Hoax Info dargestellt wird. Fakt ist, dass viele langjährig bewährte Mittel aus dem Handel seither verschwunden sind, weil sich die Hersteller die Zulassung nicht leisten konnten. Und was wir durchaus auch sehen können, ist eine „Politik“ im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassen, die eindeutig immer mehr natürliche Heilmittel und Heilverfahren einschränkt und Chemie bevorzugt. Die Pharmalobby ist durchaus sehr aktiv auf allen politischen Ebenen und die Naturheilkunde kann tatsächlich jede nur mögliche Unterstützung brauchen. Ob diese E-Petition so allerdings der richtige Weg dazu ist, ist die wohl die Frage…

    Herzliche Grüße Barbara

    ——

    ist das die Petition, die schon letztes Jahr durchs Netz gewabert ist und zu der man „Hintergründe“ bei der Veronica Carstens Stiftung lesen kann?
    demnach gehts nicht ums Verbot von europäischen Heilpflanzen, sondern ums Verbot des Imports irgendwelcher chinesischer Pflanzen und-Zubereitungen, oft mit Schwermetallbeigeschmack.

    Christine R.

    ——

    Gegen die EU THMPD Directive 2004/24
    (THMPD = Traditional Herbal Medicinal Products Directive),
    From: Johannes Holey [mailto:johannes-holey@gmx.de]
    Sent: Monday, April 18, 2011

    Liebe Freunde und Interessenten!

    Wir dachten, mit der Petition zum 1. April 2011 hätten wir den Erlaß gegen die
    natürlichen Heilmittel gestoppt. Leider hatte es keinen Einfluß auf die Korrupto-kratie in Brüssel. Wir bitten Euch nochmals um Eure Unterschrift, um die eng-lische Initiative ANH (Alliance for Natural Health) zu unterstützen, die £ 90.000 (= EU 101.683) gesammelt hat, um die EU wegen Missbrauchs ihrer Autorität zu verklagen. Was ihr jedoch fehlt, sind eine Menge Unterschriften für die Petition. Es sind bereits über 200.000, jedoch um eine EU wirksame Petition zu erwirken, müssen es viel mehr sein: laut EU-Vertrag 1 Million für gesamt Europa. Und das geht mit Hilfe dieser Aktion sehr schnell, wenn jeder, der verstanden hat, worum es hierbei geht, unterzeichnet.

    Worum geht es?
    Um die EU – Richtlinie mit dem Namen THMPD (Traditional Herbal Medicinal Products Directive), die am 30. April 2011 in Kraft treten soll.

    Was sagt diese Direktive nun aus und warum ist sie so gefährlich? Die Direktive 2004/24/EU der Europäischen Union zwingt der Herstellung natürlicher Pflanzen-präparate ein neues Prüfungsverfahren auf, welches sich ausschließlich große Pharmakonzerne leisten können, nicht aber die Hersteller, die die Pflanzen noch nach althergebrachter und überlieferter Manier herstellen. Die EU fordert von kleinen Herstellern die gleichen Studien und Prüfungen, wie von den großen Pharmaherstellern. Verfahren, die pro Mittel/Pflanze zwischen £ 80.000 (EU 90.385) und £ 150.000 (EU 169.475) und mehr kosten. Das ist horrender Wahn-sinn und das Aus für viele gute Mittel. Es ist das gleiche Drama, wie damals mit der Homöopathie…

    Wohin uns das führt?
    In Kanada gibt es bereits ein Gesetz, welches den Anbau von aromatischen Kräutern im eigenen Garten untersagt. Kräuter wie Rosmarin und Knoblauch stehen nun auf der Abschussliste! Dahin also führt uns das, zur Zwangsbevormundung bis in die kleinsten Bereiche.

    Was steht hinter diesem gnadenlosen Rundumschlag? Die immer häufiger werdenden Skandale und Prozesse gegen die Pharmaindustrie, der enorme Schadensersatzklagen drohen und ebenfalls das Verbot für einige ihrer tödlichen Gift-extrakte, hochstaplerischer weise „Medizin“ genannt. Um nur einige der letzten Zeit zu nennen: VIOXX® AVANDIA® MEDIATOR® und kürzlich BUFLOMEDIL®.

    Sehen Sie sich bitte das Video an und unterzeichnen Sie die Petition. Es ist wirklich dringend, denn die ANH hat keine europäische Bewegung, die sie bei dieser großen Aktion unterstützt. Wenn Sie sich nicht rühren, können die „Herren“ in Brüssel mit Recht sagen, dass ja wohl jeder für diese Richtlinie war, denn niemand habe Einspruch erhoben, als es möglich war. Diesen Gefallen wollen wir dieser Brut nun wirklich nicht tun, oder?

    Deshalb, bitte unterzeichnen Sie die Petition und helfen Sie, diesen Aufruf weiter zu verbreiten. Wir haben eine Chance! Durchaus! Und unterzeichnen ist das Mindeste, was Sie tun können – für sich selbst und Ihre Kinder. Vielen Dank!

    Click hier auf den engl. Link: http://savenaturalhealth.eu/ – auf deutsch: http://www.savenaturalhealth.de/

    hier gefunden: http://www.aliasinfo.ch/Gesundheit/kraeuter-heilmittelverbot%20in%20der%20eu.htm

  • Berlin Blog Flashmob

    Seit zwei Wochen wohne ich nun fest in Berlin. Am 13. und 14. Februar 2011  bin ich sowohl mit meiner Wohnung als auch mit meinem Büro von Bensheim nach Berlin gezogen. mittlerweile setzt sich der Staub ab, die Unordnung verwandelt sich wieder in Ordnung und ich bekomme langsam einen Überblick.

    Wie jedes Mal auch in den letzten sechs Monaten ist die Wiederankunft in Berlin nach einer Zeit in Bensheim aufregend und es passiert viel. Es ist immer wieder so, dass, ohne dass ich es aktiv arrangiere, viele Ereignisse stattfinden, wie Begegnungen mit Freunden und Bekannten, Events, kulturelle Veranstaltungen etc.

    Mein Büro ist in der gleichen Etage wie die Redaktion SEIN. Wir sind also jetzt zwei Redaktionen mit ziemlich gleichem Themenspektrum, so ergibt es sich, dass bisweilen ja auch Menschen vorbeikommen, die mit beiden Redaktionen bekannt sind. So kam zum Beispiel am Freitag Stefan Datt mit seiner Freundin, die zusammen das alljährlich stattfindende Berliner Yoga Festival organisieren, ein großer Event mit zahlreichen Vorträgen, Konzerten, Seminaren und sonstigen Veranstaltungen. Stefan wollte eigentlich zur Sein-Redaktion, weil sie zusammen ein Sonderheft machen. Der zuständige Chefredakteur war jedoch noch nicht da, und so saßen sie einige Zeit bei mir im Büro und wir besprachen unsere eigenen Kooperationen. Nebenbei behandelte er noch mein Knie, dass aufgrund eines überlasteten Meniskus infolge des Umzugs bereits seit mehreren Tagen schmerzte. Außerdem erzählte er mir von einem Flashmob, der am nächsten Tag, am gestrigen Samstag, stattfinden sollte. Am gleichen Tag war auch die Yoga Expo, eine Yoga-Messe. Außerdem war abends in einer Yogaschule in Prenzlauer Berg ein Mantra-Singen angekündigt. Der Samstag versprach also ein reichhaltiger Tag zu werden.

    Plakat der YogaExpo
    Plakat der YogaExpo

    Nachdem ich am Samstagmorgen mehrere Stunden mit der Einrichtung und Installation in meiner Wohnung verbracht hatte, die natürlich nach dem Doppelumzug noch nicht fertig ist, machte ich mich am frühen Nachmittag auf dem Weg zur Expo.

    Erstaunlicherweise begegneten mir dort viele alte und neue Bekannte. Vor allem sah ich reichlich Bhaktas, Krishna Devotees. Nach und nach stellte sich heraus, dass sie die Veranstalter waren. Die ganze Veranstaltung war jedoch sehr offen organisiert, und es begegnete mir hier eine ganz neue Art von Krishna-Bewusstsein – überhaupt nicht dogmatisch. Dementsprechend wohl fühlte ich mich dort und traf sogar Sacinandana Swami, der eine ganz neue Haltung an den Tag legte. Er zeigte großes Verständnis für andere  Yoga-Wege und auch für Menschen, die mehr körperorientiert sind oder etwa dem so genannten Advaita zusprechen – alles Dinge, die früher von den Krishnas vehement abgelehnt wurden.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=5x_KiEkvmVs]
    Begehung des Sony-Centers am Potsdamer Platz in Berlin kurz vor dem OM-Flashmob.

    Um 18.00 Uhr sollte der OM-Flashmob sein. Dieser fand am Potsdamer Platz im Sony Center statt. Ich machte mich so kurz nach 17.00 Uhr auf dem Weg. Es waren nur zwei Stationen mit der U-Bahn und ich hatte noch genug Zeit, den Sony Center zu suchen. Den Potsdamer Platz hatte ich mir in meiner Berlin-Zeit bisher noch nicht angeschaut. Er ist mehr oder weniger einer Ansammlung von Konsumtempeln in Hochglanz-Architektur, alles teuer, alles schick, alles merkwürdig. Ich hatte noch etwas Zeit, die ich nutzte, um mich etwas umzuschauen, und staunte doch nicht schlecht über das architektonisch interessante Bauwerk. Die Zeit schritt fort und bald war es  10 vor 6h. Viele Menschen waren auf diesem Platz wobei einige von ihnen aussahen, als wären sie Teilnehmer des Flashmops.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=oc-L5JbPPIU]
    Om-Flashmob in Berlin im Sony-Center am Samstag, den 26.02.2011. Ca. 150 Menschen trafen sich spontan, um in der Einkaufsmeile kollektiv die heilige Silbe „OM“ zu intonieren. Ein wahrhaft begeisterndes Gemeinschaftserlebnis.

    Um 18.00 Uhr begann dann das OM-Singen, es müssen ungefähr 150 Menschen gewesen sein. Es war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, gemeinschaftsbildend, begeisternd. Das Om wurde immer lauter, es hallte in der großen Arena wider. Menschen liefen  umher in einer  achtsamen und gemessenen Weise, während sie gleichzeitig die heilige Silbe intonierten.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=mPgGIztrjHQ&feature=player_profilepage]
    Nach dem OM-Flashmob haben wir spontan noch ein Lied zu Ehren von Shiva gesungen.

    Zum Schluss nahmen wir uns alle an den Händen und bildeten einen großen Kreis, der den ganzen Platz umschloss. Ahnungslose Passanten standen dabei und wunderten sich, was hier passiert. Nach gut fünf Minuten war der Spuk vorbei. Die Menschen zerstreuten sich weder, einige standen noch zusammen und redeten. Ich traf noch drei Freunde von mir, dich ich schon seit drei Wochen nicht mehr gesehen hatte. Zur Veranstaltung hatte etwas familiäres. Ich traf Freunde und Bekannte, und auch diejenigen, die ich nicht kannte, waren mir irgendwie vertraut und ich fühlte mich zugehörig. Um 19.00 Uhr sollte noch  ein Mantra-Konzert auf der Yoga Expo sein, und die Freunde gingen spontan mit. Wieder auf der Expo dauert es nicht lange, und das Konzert begann. Wir hörten wunderschöne Bhajans und sangen alle mit.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=WoAGfQbhEhg]
    Auf der Yoga Expo in Berlin ein kurzer Schnipsel vom Sita-Ram Mantra.

    Dieses Mantra-Singen bewirkte eine spirituelle Erhebung und berührte mein Herz. Es war schön, mal wieder die heiligen Namen Gottes zu singen. Etwa acht Musiker, angeführt von dem indischstämmigen Madhava, der sang und Harmonium spielte, interpretierten  die Lieder virtuos und professionell.  etwa 100 Gäste im Publikum sangen mit lauter Stimme mit.

    Dies ist Berlin. Es ist nicht nur ab und zu mal ein kulturelles Ereignis zu finden, sondern an einem Tag gleich drei verschiedene. In dieser Hinsicht ist die Stadt reich und eine Fülle von Möglichkeiten bietet sich den interessierten kulturell Kreativen.

    Hier können Sie die aktuelle Tattva Viveka bestellen.

  • Ronald Engert und Tattva Viveka sind nun fest in Berlin

    Ab 15. Februar 2011 befindet sich die Redaktion der Tattva Viveka in 10823 Berlin, Akazienstr. 28. Ich habe heute das Büro eingerichtet. Die Sachen habe ich am Wochenende von Bensheim nach Berlin umgezogen. Gestern, am Sonntag, haben wir sie in das ganz frisch fertig gewordene neue Büro reingestellt und heute sitze ich hier zum ersten Mal am Schreibtisch. Ich bin mit der Redaktion „Sein“ auf einer Etage. Eine schöne Kooperation mit sehr netten Menschen. Die Tage kommt bestimmt noch mehr an Infos dazu.

    Blick in die Büroetage

  • Die Wiege der Zivilisation liegt in Indien

    Hidden Horizons
    Buch Cover "Hidden Horizons"

    Dr. David Frawley und Dr. Navaratna S. Rajaram: Hidden Horizons

    Unearthing 10.000 years of Indian Culture, Swaminarayan Aksharpith, Ahmedabad, India, 2006, 2. Aufl. 2008, ISBN 81-7526-331-8, geb., 179 S.,

    Eine der wichtigsten Fragen der Menschheit ist sicherlich die nach dem Ursprung ihrer Zivilisation. Wo entstand unserer Kultur? Welches sind die ältesten Zeugnisse menschlicher Zivilisation im heutigen Sinne?
    Die bisherige Lesart aus der Sicht der abendländischen Zivilisation geht von einem Ursprung der Kultur in Mesopotamien und Ägypten aus. Zunächst hatte man angenommen, dass die griechische Antike vor 2500 Jahren das älteste Zeugnis ist. Pythagoras, die Vorsokratiker und Platon galten als Begründer, doch man musste mittlerweile eingestehen, dass hier nicht der Anfang liegt, sondern dass die griechische Antike sich aus älteren Quellen speist, eben der Kulturen der Sumerer in Mesopotamien, gelegen an den Flüssen Euphrat und Tigris, sowie der alt-ägyptischen Dynastien am Nil.
    Die griechische Antike geht bis ca. 500 v. Chr. zurück. Das war auch die Zeit von Moses, in der die semitischen Kulturzeugnisse, insbesondere die alttestamentarische jüdische Religion und ihre Schrift, die Thora, entstanden.
    Sumer und Ägypten lassen sich hingegen viel weiter zurückverfolgen. Man geht heute in der westlichen Forschung davon aus, dass die Wiege der Zivilisation etwa 2900 v. Chr. im Vorderen Orient zu finden ist.
    Nicht verborgen blieb indes die Sprachverwandschaft zwischen den germanisch-romanischen Sprachen (Griechisch, Latein, Deutsch) und dem alten Sanskrit Indiens. Die europäischen Sprach- und Kulturforscher des 19. und 20. Jahrhunderts wie Max Müller, Helmut Glasenapp u.a. entwickelten die Hypothese einer indo-germanischen Ursprache, die den heutigen Sprachgruppen im Westen und Fernen Osten zugrunde liegen sollte. Die einstmalige Existenz dieser indo-germanischen Ursprache gilt heute weithin als Konsens in der akademischen Wissenschaft, wiewohl es dafür keine archäologischen Belege gibt.
    Zur Erklärung, wie es zu dieser Sprachverwandschaft zwischen Latein, Griechisch und Sanskrit kommt, wurde die Theorie von der Arischen Völkerwanderung entwickelt. Derzufolge sollten die zivilisierten Völker aus dem Westen in den Osten gewandert sein und den dortigen unzivilisierten Ureinwohnern die Kultur gebracht haben. Diese Arische Migration soll ca. um 2000-1500 v. Chr. erfolgt sein. Das, was heute als Vedische Schriften bekannt ist, wäre somit ein Nebenzweig zu den frühen Kulturen Mesopotamiens, Griechenlands und Ägyptens.
    Westliche Indologen haben das Alter der Vedischen Kultur und ihrer schriftlichen Zeugnisse bestimmt und kamen zu dem Ergebnis, dass die ältesten Teile, die Hymnen des Rgveda, ca. um 1500 v. Chr. entstanden seien, und die späteren philosophischen Schriften, die Upanishaden und Brahmanas, auf ca. 1000 v. Chr., sowie die Puranas, die Geschichtswerke, auf ca. 800-500 v. Chr. zu datieren seien.
    Das Gesamtbild besagt also, dass der Ursprung der menschlichen Zivilisation um ca. 3000 -2900 v. Chr. in Kleinasien zu finden ist und seine erste Blüte sodann in der abendländischen gräco-romanischen Kultur ab ca. 500 v. Chr. hatte, die die Mutter unserer heutigen abendländischen Hochkultur ist.
    Andere Kulturen wie die altindische vedische Kultur sind eher Randerscheinungen späteren Datums, die für eine Geschichte der menschlichen Kultur aus westlicher Sicht nicht in Betracht gezogen wurden.

    Das vorliegende Buch nun, Hidden Horizons, geht einen gänzlich anderen Weg.

    David Frawley ist einer der besten Kenner der indischen Kultur. Zusammen mit dem indischen Wissenschaftler Rajaram, Mathematiker, Linguist, Historiker und Autor anerkannter Werke zur indischen Philosophie und Geschichte, präsentiert Frawley hier eine völlig andere Geschichtsschreibung aus der indischen Perspektive.
    Es wird deutlich, wie der eurozentrische Blick des Westens zahlreiche Indizien und Beweise aus der Archäologie, der Linguistik, der Astronomie und der Geschichtsforschung schlichtweg übersieht oder gar in manchen Fällen ignoriert, um die umstrittene These von der Arischen Invasion bzw. Migration und die Priorität der abendländischen Kultur zu verteidigen.
    Gemäß dem vorliegende Buch gab es diese Arische Einwanderung nicht und die vedische Hochkultur begann bereits 10000 v. Chr., direkt nach der letzten Eiszeit. Sie hatte ihre Blüte in der Zeit von 8000-3000 v. Chr. in der geografischen Region des heutigen Pakistan, an den Flüssen Indus und Saraswati.
    Ab 3000 v. Chr. begann eine Phase der Dürre, die zur Austrocknung der Saraswati führte und die dortige Hochkultur vertrieb. Bei der Hochkultur handelte es sich um die Harappa- und Mohenjodaro-Kultur, deren archäologische Funde erst im 20. Jahrhundert und zum großen Teil nach 1950 erfolgten. Die westliche Forschung vermutet nun, dass durch die Arische Einwanderung diese Indus- und Saraswati-Kultur zerstört wurde und die indischen Ureinwohner sodann mit der Arischen Kultur beglückt wurden.
    Frawley und Rajaram zeigen indes, dass es keinerlei archäologischen Hinweise auf ein gewaltsames Ende der Indus-Kultur gab. Ebensowenig gibt es Hinweise auf relevante Einwanderungsströme. Der Fluss Saraswati gilt in der westlichen Lesart als nicht existent. Moderne Verfahren wie Satelliten-Aufnahmen zeigen jedoch, dass vor ca. 5000 Jahren dort ein sehr großer Fluss existiert haben muss.
    Unzählige Ausgrabungen in diesen Region sind mittlerweile hinzugekommen und zeigen, dass die Funde in Harappa und Mohenjodaro keine Einzelfälle sind, sondern nur zwei Städte von Hunderten, die das ehemalige Ufer der Saraswati säumten. Das Ausmaß dieser Kultur und ihr Alter werden jedoch von der westlichen Forschung ignoriert.
    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=2uIRLcztCu0&feature=related]
    Zum Glück ist jedoch die indische Wissenschaft mittlerweile selbst auf einem Entwicklungsstand, der eine fundierte und eigenständige Forschung in diesen Bereich ermöglicht und zu nicht eurozentrisch beeinflussten Ergebnissen kommt.
    Es ist z.B. erstaunlich, wie die indische Forschung die schriftlichen Quellen auswertet. Hier erscheinen die Überlieferungen von Manu, dem Vater der Menschheit, den Weisen wie Vishwamitra und den Königsgeschlechtern wie den Purus als echte historische Fakten anstatt als heidnische Mythologie und Märchen, wie es die christliche Ethnozentrik interpretiert.
    So stellt sich beispielsweise die Frage, wie der Rgveda an zahllosen Stellen den Fluss Saraswati glorifizieren kann, der ca. 3000 v. Chr. ausgetrocknet ist, wenn das Werk erst 1500 v. Chr. entstanden sein soll.
    Frawley und Rajaram zeigen, dass die Vedischen Schriften zu der Harappa-Kultur gehören, und dass diese nach dem Ende der letzten Eiszeit, 10000 v. Chr. ihren Anfang nahm, als durch das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher große Flüsse entstanden, u.a. die Saraswati, die mit einer mittleren Breite von 6-7 Kilometern zu den größten gehörte. Diese Vedische Kultur hatte also bereits um 8000 v. Chr. einen hohen Zivilisationsstand erreicht und blühte bis 3000 v. Chr.
    Die Überlieferungen der Puranas und des Mahabharatas ergeben in dieser Zeitskala plausible historische Erklärungen und zeigen, dass die Wiege der menschlichen Zivilisation in Indien liegt. Auch das Datum der Schlacht von Kurukshetra unter der Mitwirkung von Krishna 3102 v. Chr. wird hier mit erstaunlicher Evidenz und vielen wissenschaftlich erarbeiteten Belegen untermauert.
    Diese Schlacht und die einsetzende Dürre führten schließlich zum Untergang der Vedischen Hochkultur. Daraufhin zerstreuten sich die einzelnen Volksgruppen in alle umliegenden Gebiete und bildeten dort die heute noch bekannten Zivilisationen im Westen und Fernen Osten.
    Die Vedischen Schriften in der heutigen Form wurden um 3000 v. Chr. von dem Weisen und Gelehrten Vedavyas kompiliert, als klar wurde, dass die Kultur so, wie sie bisher bestand, nicht weiter existieren würde. Diese Schriften beruhen jedoch auf Quellen, die aus dieser wesentlich älteren Hochkultur stammen.
    Alle diese Aussagen finden sich in der Tat in den Vedischen Schriften selbst, wurden jedoch bisher aus westlicher wissenschaftlicher Sicht als mythische Phantasien abgetan.
    In dem vorliegenden Buch nun werden zahlreiche neue Beweisführungen aus der Archäologie, der Linguistik, der Genetik, der Astronomie, der Geographie und der Geschichtsforschung vorgelegt, die allesamt beweisen: Die Vedischen Schriften sind mindestens 5000 Jahre alt und die Wiege der Zivilisation liegt nicht in Kleinasien oder Europa, sondern in Indien.

    www.tattva.de
    http://www.vedanet.com/index.php?option=com_content&task=view&id=131&Itemid=2
    www.swaminarayan.org

  • Meditation für Skeptiker

    Meditation für Skeptiker
    Buchcover
    Ulrich Ott: Meditation für Skeptiker

    Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst, O.W. Barth, München 2010, geb., 203 S., 14,99 €

    Das Schöne an der Wissenschaft ist, dass sie undogmatisch und wertfrei ist. Sie versucht nicht, vorher schon gefasste Ideen und Überzeugungen zu beweisen, sondern ist auf redliche Weise der Wahrheit verpflichtet. Wenn sich eine Hypothese als falsch erweist, ist der Forscher nicht an sie angehaftet und gibt sie ohne Umschweife auf. Was dabei übrig bleibt, ist indes gesichertes Wissen und eine Offenheit für eigene Erfahrungen.

    Diese Offenheit für eigene Erfahrungen wiederum ist das, um was es bei Meditation geht. Meditation ist der Weg der eigenen Erfahrung. Von daher sollte es doch ausgesprochen nahe liegen, dass die Wissenschaft die Meditation erforscht.

    Ulrich Ott, promovierter Psychologe, ist seit vielen Jahren dabei, die Wirkung von Meditation wissenschaftlich zu untersuchen. Seine Diplom-Arbeit und seine Doktorarbeit beschäftigten sich mit spezifischen Fragen zum Gebiet der Meditation und mittlerweile ist er als Forscher am Bender Institute for Neuro Imaging in Gießen tätig, wo er u.a. mithilfe eines Magnetresonanztomografen das Gehirn und das Bewusstsein neurowissenschaftlich untersucht. Zugleich hat er eine dreijährige Ausbildung in integrativer Körpergestalttherapie, eine Yogalehrer-Ausbildung, Kenntnis der spirituellen Szene und langjährige Erfahrung in der eigenen Meditationspraxis.

    Das Buch kommt nüchtern, aber keineswegs trocken daher. Es ist ein fundierter Überblick zur Meditation, aufgeteilt in die Grundbereiche Körper, Atem, Gefühle, Gedanken und Sein. Zu jedem Kapitel gibt es einen Theorie- und einen Praxisteil. Im Theorieteil bespricht er die Ergebnisse der Gehirnforschung und erkenntnistheoretische und psychologische Aspekte. Im Praxisteil gibt er gründliche Orientierung und Anleitung, wie eine Meditation durchgeführt wird.

    Er vermeidet durchgängig wertende oder parteiliche Aussagen oder Referenzen zu konkreten Traditionen. Er ermutigt die Leserin bzw. den Leser auch des öfteren, selbst zu prüfen und für sich zu entscheiden, was man annehmen möchte und was nicht. Dadurch hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, beeinflusst zu werden oder dass mir etwas übergestülpt werden soll. Es gibt kein „Du musst“ oder „Du sollst“. Es wir deutlich, dass jeder frei ist, nach seinem Verständnis zu praktizieren und Erfahrungen zu machen. Es gibt viele verschiedene Formen der Meditation aus unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Glaubensrichtungen. Was Ott unternimmt, ist eine Bestandsaufnahme von dem, was ist und was wirkt. Er bringt die Dinge klar auf den Punkt und ordnet die verschiedenen Aspekte auf sachliche und praktische Weise. Der Lektor vom O.W. Barth-Verlag, Andreas Klaus, soll zu dem Autor im Vorfeld gesagt haben: „Schreibe ein Buch über Meditation für kritische Männer“. Ulrich Ott hatte zunächst garnicht vor, ein Buch über Meditation zu schreiben, „denn davon gebe es schon genügend“. Aber tatsächlich hat er mit diesem Ansatz ‚Meditation für Skeptiker’ einen Nerv getroffen.

    Viele Menschen – vor allem kritische männliche Kopftypen – lehnen die Meditation vornehmlich deswegen ab, weil sie sich nicht von weltanschaulichen Richtungen vereinnahmen lassen wollen. Sie hegen eine gewisse Aversion gegen sentimentalen Glauben, Schwärmerei und Ideologie, was auf dem Boden der Aufklärung verständlich ist.

    In der aufgeklärten und von ideologischen Artekfakten geklärten Darstellungsweise von Ott wird spürbar, dass die Meditation selbst nicht weltanschaulich gebunden ist und von aufgeklärten Menschen durchaus praktiziert werden kann.

    Hier trifft sich sodann die Aufklärung mit der Spiritualität, denn Spiritualität ist wertfrei und ideologiefrei. Die spirituelle Perspektive in ihrer erkenntnistheoretischen Reinform ist transzendental, d.h. sie transzendiert Zeit und Raum, also alle Arten von historischen, geografischen, ethnischen oder ideologischen Spezifikationen. Das gleiche gilt erfreulicherweise für die Aufklärung, die ja antrat als Gegenentwurf zur mythischen Religion.

    Es scheint an der Zeit zu sein, dass diese beiden Welten, das Säkulare und das Heilige, auf einer neuen Ebene der Synthese in eine höhere Einheit eintreten, in der die alten Widersprüche hinfällig werden.

    Wie Ott zeigt, steigt die Anzahl der wissenschaftlichen Studien zur Meditation in den letzten Jahren rapide an. Das Interesse und die Akzeptanz für Subjektivität, Bewusstsein und spirituelle Phänomene innerhalb der Wissenschaft nehmen zu. Die technischen Möglichkeiten des fMRT stellen erstmals die materiellen Voraussetzungen zur Verfügung und bieten damit eine Steilvorlage für die Forschung, über das Gehirn zum Bewusstsein vorzustoßen.

    Wir dürfen gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen werden. In der nächsten Tattva Viveka kommt erstmal ein in die Tiefe gehendes Interview mit Dr. Ulrich Ott, mit dem ich mich kürzlich getroffen und spannende Themen besprochen habe.
    Ronald Engert

  • Entwurf für die neue Tattva-Homepage

    Tattva Neue Homepage

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  • Tattva Viveka 45 als elektronische Ausgabe (ePaper)

    Ich freue mich, die erste elektronische Ausgabe von Tattva Viveka ankündigen zu können. Hier können Sie die Ausgabe 45 als ePaper bestellen, lesbar auf PC, Tablet und Smartphone.

    http://www.pressekatalog.de/PK/Detail.asp?Ebinr=2094837